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Zivilfriedhöfe im Memelland

Alte Zivilfriedhöfe im Memelland ...

Auf dem verlassenen Friedhof MingeMögen bei Wanderungen durch die alten Dörfchen vor allem des südlichen Memellandes noch die reichlich vorhandenen Zeugnisse der alten memelländischen Kultur das Auge erfreuen, so drohen die verlassenen Zivilfriedhöfe als Kulturstätten unmittelbar und unwiederbringlich dem Vergessen anheim zu fallen. Dies leider im bitteren Gegensatz zu den Kriegsgräberstätten (z.B. in Kleipeda), die im Rahmen zwischenstaatlicher Abkommen auf eindrucksvolle Weise neu errichtet bzw. gesichert und gepflegt werden.
Macht man sich aber auf die Suche, wird man oft belohnt durch die besonders reizvollen Orte, an denen diese Friedhöfe einstmals errichtet wurden - z.B. wurden für diese zum Schutz vor der alljährlichen Frühjahrsüberschwemmung weiter Uferlandschaften oft Hügel aufgeschüttet (s. z.B. Foto Friedhof Trakeningken), die noch heute aus der Nähe als solche in der Landschaft erkennbar sind.
Allein im Kreis Pogegen existierten einstmals über 200 dieser dörflichen Friedhöfe.
In den letzten Jahren wurden etwa 40 dieser verlassenen Stätten von mir wiederaufgefunden und registriert und von diesen wiederum etwa 14 weitgehend erforscht. Zur weiteren Erforschung dieser Stätten und Sicherung ihrer Daten plane ich für die nahe Zukunft die Errichtung eines kleinen Archivs in Baltupönen.
 
Grab auf Friedhof Bithenen

Elchniederung
Auf dem verlassenen Friedhof Minge
 
altes Grabkreuz Friedhof Sodehnen
Friedhof Baltupönen
Winterbild Hügelfriedhof Trakeningken
 
Gedenkstein (Hersteller Fa. Rohrmoser) K.-K